CDU betroffen über Schließung von Galeria Kaufhof in Wiesdorf

16.03.2023

Die CDU-Fraktion zeigt sich betroffen über die Schließung der Galeria Kaufhof-Filiale in Leverkusen-Wiesdorf. Seit gestern Nachmittag ist es traurige Gewissheit:  Die Leverkusener Filiale ist bereits von der ersten Schließungswelle betroffen und wird am 30. Juni 2023 das letzte Mal ihre Türen öffnen. Der Galeria Kaufhof in der Leverkusener Innenstadt ist einer von 52 Standorten, die der Warenhauskonzern bis Januar 2024 schließen wird. Von der Schließung in Leverkusen sind rund 70 Mitarbeiter betroffen.

Fraktionsvorsitzender Stefan Hebbel bedauert die Entscheidung vom Galeria-Konzern: „Das ist ein harter Schlag ins Gesicht der vielen langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für unsere Stadt, die im Wettbewerb mit umliegenden Einkaufsstandorten steht, sowie für den innerstädtischen Einzelhandel. Galeria Kaufhof hat viele Kunden in unsere Innenstadt gezogen und ein Sortiment abgedeckt, dass die kleineren Einzelhändler nicht mehr bedienen konnten. Des Weiteren hoffen wir, dass die Mitarbeitenden bei der Suche nach einem neuen Job maximal unterstützt werden. Sie sind dem Unternehmen damals bei dem ersten Insolvenzverfahren weit entgegengekommen und es müssen für sie jetzt mit vereinten Kräften sozialverträgliche Lösungen und berufliche Perspektiven gefunden werden. Außerdem muss zeitnah eine sinnvolle Folgenutzung für das Gebäude oder das Areal gefunden werden. Auch die Entwicklungen in der Rathausgalerie betrachten wir mit Sorge und müssen schnellstmöglich Gespräche führen, um Lösungs- und Unterstützungsansätze für den Erhalt der Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt zu finden.“

Auch Frank Schönberger, Vorsitzender des Bauausschusses, äußert sich bestürzt über die Schließung der Wiesdorfer-Kaufhof-Filiale: „Die Schließung der Filiale der Galeria Karstadt/Kaufhof hat schwerwiegende Folgen für unsere Stadt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren nicht nur einen Arbeitsplatz, sondern die vielfach langjährigen Beschäftigten der Filiale haben den Betrieb wie eine Familie gesehen. Auch unser nun dringendes Bemühen, den Mitarbeitern des Unternehmens eine neue Arbeitsstelle zu verschaffen, ersetzt also den Verlust dieses Arbeitsplatzes nicht vollständig. Aber auch die Handelslandschaft in unserem Stadtzentrum ist schwer von der Schließung der Galeria Karstadt/Kaufhof betroffen. Es muss dringend im Zusammenwirken von Wirtschafts-förderung, Politik und Werbegemeinschaft ein Handlungskonzept entwickelt und umgesetzt werden, das dazu führt, dass am Standort der Galeria das nun wegfallende Warenangebot so weit wie möglich wiederherstellt. Durch den Wegfall des Warenangebots einerseits und des Kundenmagnets am westlichen Ende der Fußgängerzone andererseits verliert die Stadtmitte ansonsten erheblich an Attraktivität und der Lauf in der Fußgängerzone wird maßgeblich beeinträchtigt, mit Auswirkungen auf die gesamte Umgebung der Galeria Karstadt/Kaufhof. Alle kompetenten und zuständigen Kräfte in der Stadt müssen jetzt umgehend handeln, um weiteren Schaden von der Stadt abzuwenden.