Bürgermeister Bernhard Marewski erklärt:

„7 Jahre lang wurde – mit Zustimmung der Bezirksregierung! – die “Gütergleisverlegung” in der Neuen Bahnstadt Opladen auf dem Umweg über den “Kulturetat” der Stadt Leverkusen mitfinanziert.

Da wurden von 2012 bis 2018 der KulturStadtLev Jahr für Jahr jeweils eine Million Euro abgezwackt, gesamt also 7 Mio. Euro. Die fehlenden Millionen könnten ja Kultur-Sponsoren leicht ausgleichen. So war gedacht worden.

Allerdings: Die Rechnung ging gerade einmal in den beiden ersten Jahren auf, dann verabschiedeten sich einige Sponsoren.

Ergebnis: 1 Mio. Euro der Kultur Jahr für Jahr weggenommen, im “Gegenzug” wurden dafür allerdings nur jeweils 500.000 Euro an Sponsorengeldern eingenommen. Das heißt: Jahr für Jahr ein “Verlust” für die Kultur in Leverkusen in Höhe einer halben Million Euro! Über
2 Mio. Euro für die Kultur futsch.

Das Kapitel “Gütergleisverlegung” ist nun mit dem Jahr 2018 abgeschlossen.

Und jetzt sollte dieses Prinzip munter weitergehen, nur mit dem Unterschied, auf diesem Wege nunmehr den allgemeinen städtischen Haushalt aufzufrischen. Klar, wer mag schon den städtischen Haushalt sponsern? Aber vielleicht so: Man schaffe eine Finanzloch bei der städtischen Kultur, da werden sich doch locker einige erweichen lassen, dieses Loch aufzufüllen. Und damit genau das nicht geschieht, haben wir einen interfraktionellen Antrag gestellt mit der Forderung: Gebt der Kultur das Geld zurück!

Die städtische Finanzverwaltung soll jetzt ein Jahr Zeit haben, das Rad wieder auf Start zurückzudrehen. Dann hat ab 2020 hat der Trick ein Ende. Zugegeben, die Bezirksregierung hatte das “genehmigt”, unfair war das bisherige Verfahren aber trotzdem.“