Schüler Union zu Gast in Schweden
Zwischen dem 13. und dem 17. Oktober besuchte eine 14-köpfige Delegation der Schüler Union die schwedische Hauptstadt Stockholm. Ziel der Reise war es, dass die Teilnehmer, von denen neun dem SU-Landesverband Nordrhein-Westfalen angehören, ihren politischen Horizont erweitern, ein tieferes Gespür für die oft komplexen Fragestellungen entwickeln und sich mit politischen Problemen befassen, die in anderen Ländern mit
anderen Lösungen konfrontiert werden.
In Stockholm verbrachten die Schüler viel
Zeit mit der schwedischen Jugendorganisation
"MUF" und waren sehr darüber erstaunt, wie
locker und umgänglich insbesondere die Politiker
und jungen Parlamentarier auf sie zukamen. „So
hatte uns der junge Reichstagsabgeordnete Fredrik
Schulte spontan auf eine Schärentour mitbegleitet“,
berichtet Jessika Nilsson, Landesgeschäftsführerin
der Schüler Union Nordrhein-Westfalen.
Highlight der fünftägigen Reise war der Besuch in Rosenbad, der schwedischen Regierungskanzlei. Nach einer exklusiven Besichtigung des Gebäudes trafen die Jugendlichen den schwedischen Migrationsminister Tobias Billström, der sich viel Zeit nahm, um mit den Schülern über Chancen und Risiken europäischer Migrationspolitik zu diskutierten. Insbesondere das Ziel des konservativen Politikers Billströms, jährlich 40.000 neue Asylanten in Schweden zu integrieren und durch eine massive Förderung der qualifizierten Arbeitskraftseinwanderung die schwedischen Grenzen zu den liberalsten der Welt zu machen, sorgte für Gesprächsstoff. Billström wies darauf hin, dass der Prozess der Integration in Schweden eine Erfolgsgeschichte sei und dass beispielsweise die ca. 100.000 Iraker, die bisweilen in Schweden Asyl gefunden haben, einen neuen Mittelstand gebildet hätten.
Ein weiterer interessanter Teil der bildungspolitischen Reise war der Besuch im Auswärtigen Amt Schwedens. Hier diskutierten die Jugendlichen mit den engsten Mitarbeitern sowie mit der Pressesprecherin des Außenministers über Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Außenagenda der beiden Länder. Beeindruckt zeigten sich die Schüler über die neue, effizientere Ausrichtung der Außenpolitik.
„Die schwedischen Politiker begegneten uns auf Augenhöhe und unsere Gespräche mit ihnen über die Probleme und Lösungsansätze unserer Länder waren eine sehr bereichernde Erfahrung,“ sagte eine Teilnehmerin aus Köln am Ende der Reise. |